Romane in wenigen Sätzen

Der geträumte Kontinent, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1990, 475 Seiten
Young Nick, Beltz & Geldberg, Weinheim 2002, 311 Seiten
Die Seelenpest, Beltz & Gelberg, Weinheim 2004, 293 Seiten
Pickel, Clou und Woyzeck/Wahnsinnsspiel, Beltz & Gelberg, Weinheim 2010, 231 Seiten:
   Die Besten 7 (Deutschlandfunk/Focus) Mai 2001
Blumen für den Führer, cbj Random House, München 2010, 432 Seiten
Die Unschuldigen, cbj Random House, München 2012, 446 Seiten:

   Die Besten 7 (Deutschlandfunk/Focus) Juli 2012
Das Paradies der Täter, cbj Random House 2013, 398 Seiten:

   Die Besten 7 (Deutschlandfunk/Focus) Juni 2013

Der Krieg und das Mädchen, cbj Random House 2014, 480 Seiten

 

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Der geträumte Kontinent

James Cook segelt Mitte des 18. Jahrhunderts auf der Suche nach der Terra Australis drei Jahre lang pflichtgemäß um die Welt, ohne an die Existenz des sagenumwobenen Südkontinents zu glauben. Während der Reise, in deren Verlauf das Schiff um Haaresbreite sinkt und Cook vor der Rückkehr nach England fast die Hälfte seiner Mannschaft verliert, wachsen in ihm Zweifel, ob die Mission Gottes Segen hat.

 


Young Nick

Während der ersten Weltumsegelung des James Cook erwehrt sich ein 12-jähriger Schiffsjunge ebenso originell wie erfolgreich der Zudringlichkeiten seiner erwachsenen Besatzungskameraden. Jugendliche Leser erfahren, was meist Leserinnen vorbehalten bleibt: Wie es sich anfühlt, sexuell bedrängt zu werden!

 


Die Seelenpest

Was bleibt der jugendlichen Seele, wenn sie den Glauben an Gott einbüßt - im 16. Jahrhundert, als man in kein naturwissenschaftliches Weltbild flüchten konnte? Kann Atheismus tödlich sein?

 

 

Pickel, Clou und Woyzeck/Wahnsinnsspiel

Auf der Folie von Büchners „Woyzeck” erkämpft sich ein pickliger Schüler die Bezahlung für seine Dienste als Versuchskaninchen bei einem pharmazeutischen Betrieb und erlebt dabei wahrhaft phantastische Dinge. Selbst Akne lässt sich noch zu Geld machen, und irgendwann verschwindet sie für immer.

 

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        Mila           Fritz

               Reni            Jockel       

    Heidrun        Manfred

            Walli             Tom

 

Deutsche Jugend im 20. Jahrhundert

 

 

1914

 

   Der Krieg und das Mädchen

Berlin, Sommer 1914. Wie so viele seiner Generation, erhofft sich Oberschüler Fritz Wanlo vom nahenden Krieg das "wahre Leben" – aber auch die Heilung von einer "Krankheit", für die er sich so sehr schämt, dass er dafür sein Leben aufs Spiel setzt. Seine Freundin Mila Pigeon dagegen muss aufgrund ihres französischen Namens mit kruden Ressentiments der Erwachsenen zurechtkommen, die umso schlimmer werden, je näher der Kriegsbeginn rückt. Seit serbische Nationalisten das österreichisch-ungarische Thronfolger-Ehepaar ermordet haben, ist die Welt ein Pulverfass. Ein Antikriegsroman, der statt des blutigen Frontenhorrors die vorkriegliche Gefühlsaufrüstung und Kriegsmetaphysik ins Licht rückt, ohne die keine Armee handlungsfähig wäre.

 

 

1936


   Blumen für den Führer

Eine fünfzehnjährige Albert-Schweitzer-Verehrerin glaubt 1936, dass auch Hitler nur das Beste will. Heutige Leserinnen und Leser wissen es besser, raufen sich die Haare und erleben aus schmerzhafter Nähe mit, wie die Katastrophe ihren Anfang nimmt. Indem Reni jugendlich naiv Hitler verschweitzert, spiegelt sie die verantwortungslose Verhitlerung Goethes und der gesamten deutschen Kulturgeschichte durch die Erwachsenen ihrer Zeit.

 

 

1945

 

   Die Unschuldigen

Im Februar/März 1945 ist Aachen bereits befreit. Dennoch leiten die Nazis die „Hinrichtung“ des dortigen, von den Alliierten eingesetzten Oberbürgermeisters Franz Corneli durch ein SS-Mordkommando ein. Vor diesem Hintergrund begegnen sich zwei Jugendliche und lernen sich lieben – ohne zu ahnen, dass ihre Liebe unmöglich ist. Manfred ist der Sohn des Opfers, während Heidrun als Kundschafterin dem Mordkommando angehört. Eine Zufallstragödie nach dem Muster der Begegnung zwischen Klaus Eichmann und der Tochter von Lothar Herrmann in Argentinien, die letztlich zur Festnahme und Verurteilung Adolf Eichmanns führte.

 

 

1952

 

   Das Paradies der Täter

Tom, der Sohn eines in Argentinien untergetauchten Nazis erzählt, wie er sich in ein jüdisches Mädchen verliebt, mit dem er 1952 in der Nähe von Buenos Aires in dieselbe Schulklasse geht. Aus Scham verschweigt er seine Herkunft. Als er sich schließlich zu erkennen gibt, muss er lange kämpfen, bis er das verloren gegangene Vertrauen und die Liebe des Mädchens zurückgewinnen kann. Ein Roman über die Möglichkeit und Notwendigkeit der Versöhnung.

 

 

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